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Blog 4 Burma: Nachhaltiges Bloggen in einem Themen-Netzwerk

September 2007: In einer Abfolge von friedlichem Ausbruch und brutaler Niederschlagung äußert sich die Verzweiflung vieler Menschen in Burma ob der Unterdrückung durch das Militärregime. Ob man hier nun den 27. September oder einen anderen Tag als “Jahrestag” bezeichnen mag, sei dahingestellt, am 27. jedenfalls wurden Proteste mit gezielten Schüssen beantwortet, zwischen Neun (laut Regierung) und Einhundert (laut unabhängigen Quellen) Menschen fanden den Tod. Auch der japanische Journalist Kenji Nagai war unter den Opfern, ein Foto des sterbenden Journalisten war Gegenstand des Pulitzer-Preises für Pressefotografie 2008 (”war Gegenstand” ist die direkte Übersetzung aus dem englischen Wiki-Artikel, und passt wohl etwas besser in diesem Zusammenhang als “gewann”). Der 27. September 2007 wird auch in einem Hörfunkbeitrag auf Radio Österreich 1 von heute als Anlass für eine Bilanz herangezogen.

Nach anfänglich beträchtlichem Wiederhall im “aktuellen Dienst” war schon die übliche Fieberkurve von abklingendem Interesse mangels “Hard News” aus Burma abzusehen, als der (nicht dezidiert Politik-zentrische) Blog in|ad|ae|qu|at einen Aufruf zur vernetzten Weiterbeobachtung des Themas verfasste:
http://www.zintzen.org/2007/10/31/blog-4-burma-call-4-cooperation/
In den darauffolgenden Tagen fanden sich an der angegeben Mailadresse einige Antworten ein, die meisten der damals Interessierten posten auch heute noch in wechselnden Abständen Beobachtungen und Gedanken zum Thema. Methodisches wurde thematisiert, Diskussionsforen eingerichtet, technische Aggregationen programmiert, ein “Logo” entwickelt, doch wichtig ist letzten Endes doch das Schreiben, das Suchen, das sich-selbst und andere informieren. In diesem Sinne kann ich einige der aktuellen Anmerkungen auf Breaking-News.de durchaus nachvollziehen: Wie formuliert man andauerndes Elend immer wieder neu, politische Nullmeldungen, humanitäre Katastrophen, zynische Regierungsaktionen? Meine persönliche Antwort ist Demut, Geduld, Disziplin (wenn auch nur ansatzweise realisiert), und auch die Kraft aus dem Netzwerk, aus dem Wissen um einige Unermüdliche mit oft flinkeren und/oder geistreicheren Fingern als die meinen, um die Hinwendung zu wenigstens EINEM Thema auf der Landkarte der Unerträglichkeiten, denen man auf dieser Welt begegnet. An dieser Stelle deshalb ein großes DANKE, MERCI, THANK YOU und GRACIAS an Menschen, die im letzten Jahr einen Teil meines Lebens durch ihre Gedanken, Artikel und Bilder begleitet und geformt haben:

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In aller Bescheidenheit ob der Fülle und Brillianz vieler im gemeinsamen B4B-RSS-FEED nachlesbaren Artikel, darf hier eine Liste der auf adaequat.org selbst publizierten Beobachtungen angereiht werden:

Es liegt an jedem Einzelnen, den Fluss der Gedanken zum Thema in Schwung zu halten, zu recherchieren, zu formulieren und zu reagieren. Dies ist die Zwischenbilanz zu einer Form der Zusammenarbeit, die wohl noch viele Phasen der Intensität durchlaufen wird.

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