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blog4burma wochenschau 071125

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ja, wie erwartet wird es still und immer stiller: keine toten, kein UN-gesandter, keine ver/enthaftungen: klassischer fall von non-breaking-news. Die haupt-themen der letzten woche in der APA kreisen um Naher Osten (Annapolis-Vorschau, Libanon-Präsidentendebakel), Dollarkurs, Ölpreis, Pakistan, Kosovo und Streiks zwischen Hamburg und Marseille. Kein Platz für die immer noch unterdrückten, inhaftierten, verängstigten bürger eines der vormals reichsten länder Asiens.

Grade mal 13 echte Meldungen in 7 Tagen bei der Österreichischen Presseagentur, 15 bei der Associated Press, kein einziger längerer Beitrag in den Ö1-Journalen. Was bleibt zu berichten?

Die APA meldet mit immerhin kritischem unterton die unterzeichnung der ASEAN-Menschenrechts-Charta durch Burma: eine Farce, werden doch der Junta schwere verfehlungen in diesem bereich zugeordnet. Da wurde die Philipinnische präsidentin vom ASEAN-Gremium scheinbar ignoriert, sie hatte vorab noch abgelehnt, dass vertreter der Junta diese Charta überhaupt unterzeichnen dürfen. Da passt es gut, dass die ASEAN Ibrahim Gambari explizit NICHT am ASEAN-gipfel auftreten lassen wollten….
Vermeldet wird auch der Aufruf von Ban Ki Moon an die Regierung Burmas, inhaftierte Kindersoldaten freizulassen, sowie (wir kommen zur chronikalen wissenschaft) ein neuer fall von Vogelgrippe im Land.
Mehr als eine Woche nach dem Aufruf von Laura Bush in den USA finden auch österreichische Politiker heraus, dass 90% der Rubine in den Juwlierläden aus Burma stammen, die Entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, Petra Bayer, zeigt sich empört. Der EU-Boykott gegen Importe wird in Österreich durch direkte importe elegant umgangen, die Wiener Innenstadt-Juweliere (Heldwein et. al.) entdecken ihr herz für die das gemeine volk, und importieren Burma-Rubine weiterhin, um den bergarbeitern in den minen ihr vermeintliches auskommen zu sichern.

Associated Press berichtet exklusiv von einem geheimdokument der ASEAN, in welchem die konstituierung des Menschrecht-Beirats innerhalb der ASEAN dezitiert auch dem zweck dient, einmischung von außen von den mitgliedern fernzualten. der burmesische diplomat Thaung Tun sieht diesen beirat demnach auch als “konsultatives gremium”, jedoch nicht als organ zur tatsächlichen kontrolle von verstößen gegen die charta.
AP zitiert auch den chinesichen premierminister Wen Jiabao, er spricht sich für die öffnung Burmas aus, lobt die aktivitäten der UN, und zählt auf das burmesische volk im kampf um die langsame entwicklung einer demokratischen linie innerhalb des landes. China, immerhin Burmas größter handelspartner, schlingert damit zwischen unterstützung und vorsichtiger distanz zur Junta: man weiß ja nicht wie sich die entwicklung fortsetzt, und hält sich alle optionen offen…

Damit endet die kurze liste an agenturmeldungen. Die ORF-Radios brachten letzte woche nur kurzmeldungen, berichten jedoch von einer gemeinsamen erklärung von EU und ASEAN mit der aufforderung an die junta, inhaftierte demonstranten freizulassen. eine meldung, die in den anderen feeds bisher nicht zu finden war.

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Blog4Burma-Netzwerk: nun geht es darum, das thema nicht aus den augen zu verlieren, hier die postings aus der letzten woche:

schaun wir doch mal, ob unser langer atem reicht, dass auch top-blogger wie robert basic (dem wir für die initiale aufmerksamkeit dankbar sind) auch wieder mal das thema Burma in ihre postrolle übernehmen (letzter Eintrag vom 30 Oktober).

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