die auswertung der letzten woche ergibt folgendes bild, als quellen wurden der standard in print, sowie die österreichische presseagentur, die orf-ö1-journale, die agenturen ap und tanjug herangezogen.
63 echte Meldungen insgesamt, davon:
37 in AP, 1 in tanjug, 4 in den ORF Journalen, 19 in der APA, 2 im print-standard.
Meldungszeit über die Woche regelmäßig verteilt, mit einer spitze am 9. November um 19 Uhr.
tanjug meldet “burma” nur als winzige erwähnung im kontext von merkels besuch bei bush.
APA meldet ausführlich über den Burma-Besuch es UN-Menschenrechtsbeauftragten Paulo Sergio Pinheiro, die Kooperationsbereitschaft von Aung San Suu Ky und deren neuerliches treffen mit Ibrahim Gambari (welches zuvor von der Regierung abgelehnt wurde), die organisierten demonstrationen gegen die “Einmischung der UNO” bei der Ankunft Gambaris, die Sorge von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon über den “Mangel an Fortschritten”, die ernennung von Piero Fassino zum neuen EU-Beauftragten für Burma, sowie dem Foto von Aung San Suu Ky gemeinsam mit dem Verbindungsmann der Junta, Vize-Arbeitsminister Aung Kyi auf der Titelseite der staatlichen Zeitung “The New Light of Myanmar”. Damit hat für mich die APA den komplettesten Überblick geboten, inklusive regierungskritischer und besorgter Stimmen.
AP verwendet übrigens durchgehend “Myanmar”, und berichtet vor allem in Kontexten zu den ermahnungen Präsident Bush’ an Musharaff, den Besuch Sarkozy’s bei Bush, und der ASEAN charter über Burma. ausführlilch wird über die relativ gewaltsame auflösung einer protestversammlung gegen das regime mit 245 verhaftungen. damit ergibt sich (wie erwartet) ein US-zentrisches bild von globaler verantwortung aus präsidialer sicht, die UN spielen eine nebenrolle.
Die ORF-Radiojournale berichten vom Treffen von Aung San mit vertretern ihrer partei, sowie ihrer weigerung, die internationalem sanktionen zu verurteilen, sowie den kontakten zwischen der Junta und Aung San.
Der Standard druckt einen kurzen absatz, sowie einen einspalter über ein viertel einer seite mit berichten zur kooperationsbereitschaft von Aung Sang mit der Junta und der aufforderung der junta an Aung Sang. Damit verzerrt sich das gesamtbild der woche, da von der weigerung zur verurteilung der sanktionen, sowie den treffen mit Gamabri und Pinheiro nicht berichtet wird.
für die kommende woche wird interessant, ob bei der absenz dramatischer protestaktionen und besuche von Merkel und Sarkozy bei Bush Myanmar für die AP noch ein thema ist.