herjemineh, dieser mann könnte “sand an beduinen” verkaufen, wie es chris randall von analogue industries phrasengewandt ausdrückt: steve jobs schreibt einen offenen brief bezüglich “digital rights management” (drm) im apple itunes-store, und mir fällt nicht und nicht auf, wo sich in seiner argumentation der berühmte “haken an der sache” festgeschraubt hat.
der einzug von drm in den itunes-store wird bereitwillig erklärt (..sonst hätte man mit den 4 major labels überhaupt keine abmachungen treffen können…), die absurdität von drm wird erklärt (…nur 3% der weltweit verkauften musik verfügt über drm…), der absatz von ipods hängt nicht am drm (…nur 2% der musik auf ipods ist aus dem itunes-store….), die sorgen vo apple weshalb es sein drm nicht weiterlizenzieren kann (…sonst könnte man die vereinbarungen mit den majors bezüglich update des mechanismus nicht einhalten, und der konkurrent microsoft lizenziert ja SEIN drm auch nicht…), und letztendlich auch noch die salbungsvolle feststellung dass apple ja eigentlich viel lieber OHNE drm auskommen würde (..das ja ohnehin nur kosten und mühen erzeugt..), aber leider, die majors lassen das nicht zu… fein raus, der herr jobs, richtig mitleid könnte man mit ihm haben:
apple-thoughts on music
trotzdem, verehrte bloggemeinde, frage ich mich: wo ist der haken? was übersehe ich? wo liegen die vitalen geschäftsinteressen von apple dann doch im drm-geschäft?
bitte, helfen wir zusammen: wo ist der fehler?
Zunächst 1: Schön, Dich online zu finden, noch dazu in einem so qualitätsvollen Blog.
Und jetzt 2: Apple wird sich mittelfristig vom Computerhardware-und Software-Hersteller zu einem Mobile Equipment Manufacturer (iPod, iPhone, etc.) mit angeschlossener Musikdistribution wandeln. In Sachen Computer-Hardware hat Apple mit der Einführung der Intel-Plattform den Anspruch auf eigenständiges technologisches Leadership bereits aufgegeben. Es ist eine Frage der Zeit, bis gleiches auch mit dem Betriebssystem (MacOS) passiert (WinXP läuft übrigens ganz prima auf den Intel-Macs, manchmal schneller als MacOS selber).
Und was dann? Apple generiert bereits heute einen großen Teil seines Gewinns mit iPod und iTunes. Diese Stellung auszubauen gelingt nur mit der Einführung eines DRM-Systems, weil nur so alle Majors und Sub-Label zu gewinnen sind. Bereits jetzt knebelt Apple seine iTunes-Kunden mit nur schwer konvertierbaren m4p und AAC-Dateien, DRM ist hier nur der nächste logische Schritt.
LG, kms